Win-Win-Potenziale und Exportchancen für deutsche Unternehmen

   
     
Thema Programm Referenten Tagungsort Downloads Kontakt  
   
       
       
     
 
Programm
 
   
    Donnerstag
22.11.2007
Programm
Arbeitsgruppen
Abstracts
 
 
 
 

 

    Freitag
23.11.2007
   

     
   

Arbeitsgruppen - Block I: sektorale Themen (Donnerstag, 22.11.2007, 16.00-18.30)

 

    Arbeitsgruppe 1: Erneuerbare Energien und Dienstleistungsexport
   


Erneuerbare Energien (EE) weisen ein hohes Exportpotenzial auf – so auch die vielen Dienstleistungen in diesem Bereich. Im Rahmen der Arbeitsgruppe werden die bislang erst gering ausgeschöpften Potenziale beleuchtet, geeignete Internationalisierungsstrategien vorgestellt und die spezifischen Rahmenbedingungen diskutiert. Gerade die spezifischen Exportbedingungen von Dienstleistungen - die auch unabhängig von EE-Anlagen exportiert werden können – erfordern möglicherweise spezifische Unterstützungsstrukturen und Fördermaßnahmen, um deren Exportpotenziale zu erschließen. Zu diesen Themen referieren Mitarbeiter/-innen des IÖW aus dem Projekt EXPEED, das sich mit der Internationalisierung von EE-Dienstleistungen befasst, die Deutsche Energie-Agentur (dena) als Vertreterin der EE-Exportinitiative der Bundesregierung, die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) mit dem spezifischen Blick auf Entwicklungsländer sowie zwei Unternehmen, die ihre Strategien und Anforderungen an Unterstützungsstrukturen als Impuls für die Diskussion formulieren.

Begrüßung, Einführung und Moderation
Bernd Hirschl, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Ergebnisse aus dem Projekt EXPEED - Dienstleistungen im Bereich erneuerbare Energien – Stand und Exportpotenziale
Dr. Julika Weiß, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Unterstützung von Dienstleistungen im Bereich Erneuerbare Energien: Die Exportinitiative Erneuerbare Energien
Dr. Konrad Bauer, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Erfolgsfaktoren, Hemmnisse und sinnvolle Unterstützungsmaßnahmen - Die Sicht eines exportaktiven EE-Dienstleisters
Dr. Wolfgang von Geldern, Vorstandsvorsitzender und Firmengründer der Plambeck AG, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke (WVW)

Die Rolle von EE-Dienstleistungen in der Entwicklungszusammenarbeit
Regine Dietz, Deutsche Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ)

Erfolgsfaktoren, Hemmnisse und sinnvolle Unterstützungsmaßnahmen - Die Sicht eines exportaktiven EE-Dienstleisters
Joachim Käufler, Geschäftsführer Synlift Systems

Diskussion

top

 

    Arbeitsgruppe 2: Wasserwirtschaft und Dienstleistungsexport
   


Die deutsche Wasserwirtschaft ist überwiegend auf den Binnenmarkt orientiert. Zur Zeit ist erst eine Minderheit der Unternehmen im Ausland engagiert. Dabei handelt es sich vor allem um die Hersteller von Anlagen und Komponenten (z.B. Pumpen), während die Dienstleistungsunternehmen weit überwiegend ein regionales und nationales Nachfragespektrum abdecken. Hierfür gibt es gute Gründe: Die Geschäftstätigkeit im Ausland erfordert eine sorgfältige Vorbereitung und den Einsatz von beträchtlichen Ressourcen. Dieses Engagement ist gerade von kleineren Dienstleistern, z.B. Ingenieurbüros mit häufig weniger als 10 Beschäftigten, nicht zwangsläufig zu erwarten. Vor diesem Hintergrund beschäftigten sich die Referenten der Arbeitsgruppe mit außenwirtschaftlichen Perspektiven der deutschen Wasserwirtschaft aus Verbände- und Unternehmenssicht und erörtern Bedingungen, Chancen und Probleme des grenzüberschreitenden Engagements speziell kleiner und mittlerer Anbieter wasserbezogener Dienstleistungen.

Begrüßung, Einführung und Moderation
Dr. Gerd Paul, Soziologisches Forschungsinstitut (SOFI)

Deutsche Umwelttechnik und die Anforderungen der internationalen Märkte
Rainer Köhler, Geschäftsleitung Vertrieb International, Hans Huber AG

Möglichkeiten der Umsetzung von ressourcenschonenden Abwasserlösungen
Roland Schaeffer, Mitarbeiter der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

Internationale wasserwirtschaftliche Aktivitäten aus Verbandsperspektive
Gabriele Martens, Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA)

Perspektiven des Dienstleistungsexports in der Wasserwirtschaft
Joachim Liesenfeld, Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP)

Diskussion

top

 

    Arbeitsgruppe 3: Ressourcenmanagement
   


Der Workshop hat zum Ziel, die Europäische Ressourcenpolitik und die Schaffung von Leitmärkten mit der Frage nach der Rolle und Bedeutung des Dienstleistungsexports zu verknüpfen. Es sollen zum einen unternehmerische Chancen in den neuen „Ressourceneffizienz-Märkten“ und zum anderen Anforderungen an entsprechende Politikstrategien aufgezeigt werden. Da die Frage des Exports von Umweltdienstleistungen bislang in der Debatte wenig konzeptionalisiert ist, sollen an Hand der Ressourcenstrategie der Europäischen Union Ansatzpunkte aufgezeigt werden.

Begrüßung, Einführung und Moderation
Ulrich Petschow, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Das Handlungsfeld "Material- und Ressourceneffizienz" - Innovationen und Lead Markt Potenziale
Dr. Klaus Rennings, Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

Ressourceneffizienz: Technologien, Märkte, Dienstleistungspotenziale und Ansatzpunkte für Förderstrategien
Dr. Kora Kristof, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Ressourceneffizienz: Chancen und Hemmnisse der Umsetzung in KMU – Potenziale des Exports von Dienstleistungen. Erfahrungen der Effizienz-Agentur NRW
Markus Schumacher, Effizienz-Agentur NRW (EFA)

10 Jahre Erfahrungen in der Markterschließung für Dienstleistungen in China auf dem Gebiet des Ressourcenmanagements (Wasser)
Prof. Dr. Stefan Kaden, Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Planung und Systemforschung (WASY) mbH

Diskussion

top

 

     
   

Arbeitsgruppen - Block II: Querschnittsthemen (Freitag, 23.11.2007, 9.00-12.30)

 

    Arbeitsgruppe 4: Finanzierung und Förderung
   


Beim internationalen Wettbewerb im Bereich Umwelttechnik und Ressourcenmanagement geht es zunehmend um das Angebot von Konzepten, Systemlösungen und Dienstleistungen. In dieser Arbeitsgruppe werden mit dem Fokus auf die Barrieren kleiner und mittlerer Unternehmen neben den Fördermaßnahmen auf Bund- und Länderebene auch neue Kooperationsformen zur Erschließung von Auslandsmärkten vorgestellt und diskutiert. Dabei stehen neben den Konzepten auch die Förderpraxis und Erfahrungen von Unternehmen im Vordergrund.

Begrüßung, Einführung und Moderation
Prof. Dr. Rolf Sprenger, Vorstandsmitglied und Research Fellow des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Fit für Auslandsmärkte - Go International – Unterstützung durch die IHK
Thorsten Grzesik, Außenwirtschaftszentrum Bayern
Knud Thomsen, Außenwirtschaftszentrum Bayern

Die Umweltcluster-Offensive als innovativer Ansatz der Exportunterstützung – das Beispiel UmweltCluster Bayern
Dr. Manuela Wimmer, UmweltCluster Bayern

Die Umwelttechnik-Clusterinitiative in NRW
RBr Ernst-Christoph Stolper, Ministerium für Umwelt und Naturschutz NRW

Diskussion

top


   


    Arbeitsgruppe 5: Internationalisierungsstrategien
   


Wie bewegen sich Unternehmen mit einem Portfolio, das in relevanter Weise Um-weltdienstleistungen ausweist, auf den internationalen Märkten, so lautet die Kern-frage der AG im ersten Teil (A). Themenfelder sind die Beweggründe für Unterneh-men sich überhaupt international zu engagieren, die Auswahl konkreter Zielmärkte, die Vorgehensweise auf solchen Märkten, die erforderlichen Bedingungen im Unter-nehmen selbst sowie die Hilfestellungen, die externe (Geschäftspartner, Verbände, öffentliche Exportagenturen usw.) Partner anbieten. Herausgearbeitet werden sollen den Erfolg fördernde Faktoren und Restriktionen. Nachgespürt wird bei den Export-strategien insbesondere dem Verhältnis von Güter- und Dienstleistungsexport. Die Veranstaltung bietet zur Beantwortung der Fragen Ergebnisse von wissenschaftli-chen Studien und praktische Unternehmenserfahrungen.

Im Teil B werden die skizzierten Themen dann auf unterschiedliche Zielmärkte bzw. Regionen dieses Erdballs bezogen. Die Osterweiterung der EU einerseits und Erfah-rungen in den so genannten BRICS-Staaten (u.a. Brasilien, Indien, China) anderer-seits bilden hier den Hintergrund. Welche Umweltdienstleistungen werden von wel-chen Regionen nachgefragt und welche Konsequenzen lassen sich daraus ziehen? An dieser Stelle lässt sich die Diskussion auch auf die Kriterien der Bedarfsgerech-tigkeit und Nachhaltigkeit von Umweltdienstleistungen ausweiten.


       Teil A: Schwerpunkt Exportstrategien
   

Begrüßung, Einführung und Moderation
Joachim Liesenfeld, Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP)

Die Rolle der IHK für die Anbahnung von Auslandsgeschäften kleiner und mittlerer Unternehmen
Dr. Gerhard Eschenbaum, IHK Düsseldorf und Vereinigung der IHKs in NRW e.V.

Internationalisierungsstrategien von Dienstleistungen
Christof Backhaus, Universität Münster, Institut für Handelsmanagement und Netzwerkmarketing (IFHM)
Junior Prof. Dr. David Woisetschläger, Universität Dortmund

Projektentwicklung solarthermischer Kraftwerke im Ausland – Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis
Dr. Henner Gladen, Solar Millennium AG

Ergebnisse einer Umfrage in der deutschen Wasserwirtschaft
Dr. Gerd Paul, Soziologisches Forschungsinstitut (SOFI)

Diskussion

top

 

       Teil B: Schwerpunkt Partnerländer
   

Begrüßung, Einführung und Moderation
Dr. Wilfried Konrad, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Wasser-Dienstleistungen in Osteuropa: Umweltmarkt der Zukunft dank EU?
Dr. Brigitte Biermann, Fernuniversität Hagen

Der chinesische Markt für deutsche KMUs im Umweltsektor
Dr. Klaus Ritter, Euro Institute for Information and Technology Transfer in
Environment Protection GmbH (EITEP)

Spezielle Dienstleistungen für die brasilianische Wasserwirtschaft
Dr. Thomas A. G. Krätzig, Dr. Krätzig Ingenieurgesellschaft mbH und German Water

Diskussion

top

 

    Arbeitsgruppe 6: Umweltdienstleistungen, GATS und Nachhaltigkeit
   


Der Handel mit Umweltdienstleistungen verursacht ökonomische, ökologische und soziale Effekte – sowohl in den Import- als auch in den Exportländern. „Win-win-Situationen“ entstehen dabei nicht automatisch. Eine umfassende Nachhaltigkeitsbewertung ist daher im Vorfeld von Handelsverhandlungen notwendig. Der Workshop zu „Umweltdienstleistungen, GATS und Nachhaltigkeit“ beleuchtet einige kritische Felder in der Debatte um die Liberalisierung des Handels mit Umweltdienstleistungen. Dabei sollen zum einen der handelsrechtliche Rahmen und der aktuelle Stand der WTO-Verhandlungen dargestellt werden. Im Anschluss daran werden Probleme und Konflikte bei der Liberalisierung des Handels mit Umweltdienstleistungen aus internationaler und nationaler Perspektive diskutiert. In der zweiten Runde werden die Nachhaltigkeitseffekte des Handels mit Umweltdienstleistungen untersucht. Nach einer Einführung in die Methodik zur Bewertung von Nachhaltigkeitseffekten werden die Nachhaltigkeitspotenziale zu einem aus deutscher Sicht, zum anderen aus der Perspektive der Entwicklungsländer beleuchtet. Dabei wird sich ein differenziertes Bild hinsichtlich der potenziellen Gewinner und Verlierer entsprechender Liberalisierungsschritte ergeben. Der Workshop soll insgesamt Ansätze aufzeigen, wie mögliche negative Nachhaltigkeitseffekte des Handels mit Umweltdienstleistungen verhindert oder wirksam aufgefangen werden können – sowohl in Deutschland als auch auf internationaler Ebene.

       Teil A: Der handelsrechtliche Rahmen für den Handel mit
   Umweltdienstleistungen
   

Begrüßung, Einführung und Moderation
Dr. Jesko Hirschfeld, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Umweltdienstleistungen im GATS – handelsrechtlicher Rahmen und aktueller Verhandlungsstand in der WTO Doha-Runde
Dr. Rudolf Adlung, WTO Trade in Services Division

Probleme und Konflikte im GATS-Prozess der Liberalisierung des Handels mit Umweltdienstleistungen
Christina Deckwirth, Universität Marburg

GATS vor der eigenen Haustür – Was bedeutet der Liberalisierungsprozess für kommunale Umwelt-Dienstleister?
Dr. Hans Estermann, Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V.

Diskussion

 

       Teil B: „Immer fair“, sagt die Katze zu den Mäusen: Gewinnen beim Export
   von Umweltdienstleistungen beide Seiten wirklich nachhaltig?
   

Begrüßung, Einführung und Moderation
Ulrich Petschow, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Methodische Ansätze zur Bewertung von Nachhaltigkeitseffekten des Handels mit Umweltdienstleistungen (Sustainability Impact Assessments)
Dr. Jesko Hirschfeld, Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Wer gewinnt? Ökonomische und soziale Wirkungen des internationalen Handels mit Umweltdienstleistungen.
Dr. Markus Scheuer, Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI)

Nachhaltigkeitseffekte des Handels mit Umweltdienstleistungen – die Perspektive der Entwicklungsländer
Elisabeth Tuerk, Economic Affairs Officer, UNCTAD, DITC, Trade Negotiations and Commercial Diplomacy Branch

Diskussion

top

 

   
   

Abstracts

 

   

Plenum I

 

   

Umwelt-Dienstleistungen – Märkte der Zukunft.
Wie Umwelttechnik und Dienstleistungen gemeinsam prosperieren können

Dr. rer. Pol., Dipl.-Wirtsch.-Ing. Torsten Henzelmann
Roland Berger Strategy Consultants

Umsatz- und Arbeitsplatzentwicklungen von Umwelttechnik-Branche und Dienstleistungssektor weisen beide als Zukunftsmärkte aus, und zwar sowohl in deutscher als auch internationaler Perspektive. Sehr erfolgversprechend ist dabei die Kombination von Technologie und Service, so werden Umwelt-Dienstleistungen vor allem in den Bereichen Instandhaltung, Betrieb, Consulting & Engineering sowie Finanzierung verstärkt nachgefragt. Dienstleistungen in der Umwelttechnik bilden einen zukunftsträchtigen Markt, der noch im Werden ist und der nicht zuletzt mit Blick auf den Außenhandel große Chancen für deutsche Unternehmen bietet. Auch gibt es hier noch keinen Verdrängungswettbewerb, denn die meisten Anlagen sind neu installierte, zusätzliche Kapazitäten und die Anzahl der Anbieter für Dienstleistungen im Bereich Umwelttechnikanlagen ist noch gering. Alles deutet in Richtung Wachstum – nur die Menge an qualifiziertem Personal ist bereits heute limitiert.

top


   

Export von Umweltdienstleistungen: Eine Win-Win-Situation? Eine kritische Analyse von Umwelt- und Globalisierungseffekten.

Prof. Dr. Georg Simonis
Fernuniversität Hagen

Zur Beantwortung der in der Themenstellung formulierten Frage ist es erforderlich die Fragestellung zu fokussieren. Im Zentrum des Beitrags steht der Export wasserwirtschaftlicher Dienstleistungen. Nach einer kurzen Charakterisierung und Typisierung der Dienstleistungen im Bereich der Wasserwirtschaft werden zunächst einige Beurteilungskriterien, anhand deren sich Exporteffekte messen lassen, zur Diskussion gestellt. Das Leitbild des integrierten nachhaltigen Wassermanagements wird dabei gegenüber einfacheren Bewertungsindikatoren präferiert. Im Hauptteil des Referats wird dann die These zu plausibilisieren versucht, das die Dienstleistungsexporte der technologisch führenden Anbieter einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Wassermanagements (Versorgung, Entsorgung), das stark lokal/regional ausgerichtet ist, in Transformations-, Schwellen- und Entwicklungsländern leisten können, dass aber deren Erfolgsbilanz von den die lokalen Verhältnisse prägenden Governancestrukturen abhängt. Daher werden nach einem kurzen Verweis auf die Mehrebenenstruktur von Wassergovernance lokale Regulierungsstrukturen, wie Formen von Public Private Partnership, dargestellt, die negative „Globalisierungseffekte“ zu verhindern erlauben. Beispiele von Governanceversagen schließen das Referat ab.

top


   

Arbeitsgruppe 1

 

   

Ergebnisse aus dem Projekt EXPEED - Dienstleistungen im Bereich erneuerbare Energien – Stand und Exportpotenziale

Dr. Julika Weiß
Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Das Forschungsvorhaben EXPEED hat die Gewinnung von neuem und anwendungsrelevantem Wissen über die Exportfähigkeit und Internationalisierungsmöglichkeiten von Dienstleistungen im Bereich Erneuerbarer Energien zum Ziel. In dem Vortrag werden aus diesem Projekt Ergebnisse vorgestellt, die im Rahmen einer breiten Erhebung zu den EE-Dienstleistungen gewonnen wurden. Die Präsentation legt den Schwerpunkt auf die Darstellung des Dienstleistungsspektrums, die Exportaktivitäten und –potentiale der Dienstleistungen, die zentralen Hemmnisse und Erfolgsfaktoren bei der Internationalisierung sowie die geeigneten Auslandsmärkte und gewählten Zielländer.

top


   

Unterstützung von Dienstleistungen im Bereich Erneuerbare Energien: Die Exportinitiative Erneuerbare Energien

Dr. Konrad Bauer
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Seit 2002 wird die Exportinitiative Erneuerbare Energien vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert und von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) umgesetzt. Der Vortrag wird eine allgemeine Übersicht der Aktivitäten der Exportinitiative geben, und im weiteren Verlauf speziell auf die Unterstützung der Initiative für Dienstleister im Bereich der Erneuerbaren Energien eingehen. Im Rahmen einer Unternehmensbefragung erhobene Daten über die spezifischen Hemmnisse und Aspekte, die für Dienstleister relevant sind, werden präsentiert und diskutiert.

top


   

Erfolgsfaktoren, Hemmnisse und sinnvolle Unterstützungsmaßnahmen - Die Sicht eines exportaktiven EE-Dienstleisters

Joachim Käufler
Geschäftsführer Synlift Systems

Unsere Erfahrungen in den Vereinigten Arabischen Emiraten und Marokko zur schlüsselfertigen Anlagenrealisierung sowie Beratungsdienstleistungen.

Dabei wird näher eingegangen auf die Zusammenarbeit mit:

  • lokal angesiedelten dt. Firmen

  • lokalen Einrichtungen des dt. auswärtigen Amtes (z.B.: Botschaft, AHK)

  • lokalen Auftraggebern
  • top


       

    Arbeitsgruppe 2

     

       

    Deutsche Umwelttechnik und die Anforderungen der internationalen Märkte

    Rainer Köhler
    Geschäftsleitung Vertrieb International, Hans Huber AG

    Rainer Köhler, Die Hans Huber AG ist ein mittelständisches Unternehmen, dass weltweit als Komponenten- und Lösungslieferant für die Abwasserreinigung, Prozesswasseraufbereitung und Trinkwasserversorgung tätig ist. Heute ist das Unternehmen in mehr als 50 Ländern aktiv. In 20 Ländern existieren Tochterunternehmen. Mit der Übertragung der Technologien ins Ausland aber v.a. auch über die Entwicklung angepasster Technologien konnte die internationale Marktposition deutlich ausgebaut werden. Dabei gilt es jeweils die Risiken gegenüber den Chancen in den einzelnen Zielmärkten unter den vorhandenen finanziellen Rahmenbedingungen abzuschätzen.

    top


       

    Möglichkeiten der Umsetzung von ressourcenschonenden Abwasserlösungen

    Roland Schaeffer
    Mitarbeiter der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen

    Nur für kurze historische Momente werden sich Gesellschaften ihrer infrastrukturellen Grundlagen bewußt. Die Enstehung der Wasserver- und entsorgungs-Infrastruktur in Europas Großstädten vor über hundert Jahren war ein solcher „Augenblick“.
    Mit der Klimakrise, dem Bevölkerungswachstum und der globalen wirtschaftlichen Entwicklung werden gegenwärtig die infrastrukturellen Voraussetzungen moderner Insdustriegesellschaften als Problem ins Bewußtsein gehoben. Besonders in den südlichen Ländern müssen Wasserver- und Entsorgungsstrukturen auf die Instabilität der Ökosysteme, die Verknappung von Ressourcen und Ereignisse wie Dürren oder Überschwemmungen ausgerichtet sein.

    In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der Gedanke, auch deutsche „Global Player“ sollten sich an einem weltweiten Rennen um das „blaue Gold“ beteiligen und nach dem Vorbild Französischer und Amerikanischer Unternehmen Wasserdienstleistungen anbieten, systematisch propagiert. Mit dem Ausstieg von RWE bei Thames Water und dem weitgehenden Rückzug der europäischen Wasserwirtschaft aus der Dritten Welt ist diese Diskussion inzwischen von der Sache her beendet.

    Erfolgreiche Exportstrategien bei Wasserdienstleistungen könnten auf den Erfolgen des in den Bereichen Infrastrukturausrüstungen und Haustechnik aufbauen. Entwicklung und Erprobung von zukunftsfähigen Wasserversorgungsinfrastrukturen, Wasseraufbereitung sowie wassersparende Hygieneeinrichtungen, die eine Rückführung der Nährstoffe in die Landwirtschaft ermöglichen, könnten diese Erfolgsstrategie weiter stärken. Als Exportmodell bietet sich weiterhin das Vorbild der deutschen kommunalen Wasserver- und Entsorgungsunternehmen an, das weltweit ein Beispiel für Effizienz, Dienstleistungsqualität und lokale Einbindung in demokratische Entscheidungsprozesse liefert.

    top


       

    Internationale wasserwirtschaftliche Aktivitäten aus Verbandsperspektive

    Gabriele Martens (Dipl.-Psych. A+O)
    Teamleiterin Abteilung Bildung und Internationale Zusammenarbeit
    Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) e.V.

    Zunächst wird die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) hinsichtlich ihrer Organisation, Aufgaben und Mitgliederstruktur vorgestellt. Der Schwerpunkt des Vortrags liegt sodann auf den internationalen Aktivitäten des DWA. Hier wird u.a. eingegangen auf das Engagement in internationalen Verbänden und Institutionen, die Übersetzungen des DWA-Regelwerks, den Expertenaustausch im Internationalen Forum, internationale Fachmessen (z.B. IFAT CHINA), Nachwuchsförderung (Young Scientists' and Professionals' Programme, Kompaktprogramm) und das Sino-German Training Center for Water and Environment Ltd. Der Vortrag schließt mit einem Blick auf die Perspektiven der internationalen DWA-Aktivitäten.

    top


       

    Perspektiven des Dienstleistungsexports in der Wasserwirtschaft

    Joachim Liesenfeld (Dipl. Soz.-Wiss.)
    Projektgruppenleiter am Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) e.V. an der Universität Duisburg-Essen und Konsortialführer des BMBF-Projektes ProWaDi

    Um die empirischen Grundlagen der Ausführungen zu verdeutlichen, wird zunächst das Projekt ProWaDi erläutert. Im ersten Teil werden die Kennzeichen der deutschen Wasserwirtschaft herausgearbeitet und im Hinblick auf die Exportrelevanz bewertet.. Daran schließt sich die Vorstellung einer wasserwirtschaftlichen Dienstleistungstypologie an. Im dritten Teil werden einige Erfahrungen mit Aktivitäten des Projektes ProWaDi skizziert, die auf die Internationalisierung ausgerichtet sind. Abschließend werden Anwendungsbereiche vorgestellt, bei denen in der Wasserwirtschaft Win-Win-Konstellationen für die internationale Nachfrage und deutsche Anbieter vorliegen bzw. entwickelt werden können.

    top


       

    Arbeitsgruppe 3

     

       

    Das Handlungsfeld "Material- und Ressourceneffizienz" - Innovationen und Lead Markt Potenziale

    Dr. Klaus Rennings
    Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

    Der Vortrag beschreibt zunächst allgemein Lead-Märkte und ihre bestimmenden Faktoren. In einem zweiten Teil werden Handlungsfelder für Umweltinnovationen insbesondere im Bereich Material- und Ressourceneffizienz dargestellt.
    Daten aus dem Mannheimer Innovationspanel und dem European Innovation Survey (CIS) sollen abschließend Potenziale für erfolgreiche
    Dienstleistungsinnovationen und ihren Export aufzeigen.

    top


       

    Ressourceneffizienz: Technologien, Märkte, Dienstleistungspotenziale und Ansatzpunkte für Förderstrategien

    Dr. Kora Kristof
    Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

    Vor dem Hintergrund stark steigender und fluktuierender Rohstoffpreise, zunehmender Rohstoffknappheiten und internationaler Konflikte um die Ressourcen wird auch in der breiten gesellschaftlichen Debatte das Thema Ressourceneffizienz und Nachwachsende Rohstoffe (NAWARO) immer stärker diskutiert. Der Blick auf die Umweltwirkungen und die sozialen Auswirkungen der Förderung und der Nutzung von Ressourcen macht noch klarer, dass Schritte zu einer steigenden Ressourceneffizienz und zu einer verstärkten Nutzung nachwachsender Rohstoffe dringend notwendig sind.
    Neben der politischen Gestaltung der Anreizsysteme und der Rahmenbedingungen sind florierende Märkte für Effizienztechnologien und Ressourceneffizienz-Dienstleitungen zentrale Ansatzpunkte.
    Der Vortrag wendet sich deshalb zunächst der Frage zu, welche technologischen Ansätze und Dienstleistungsoptionen es gibt und welche Potentiale sie besitzen. Diese Potentiale müssen aber konkret auf den Märkten im Inland und Ausland im Wettbewerb erschlossen werden. Zu fragen ist deshalb, welche nachhaltigen Zukunftsmärkte es im Bereich Ressourceneffizienz und NAWARO gibt und mit welchen Methoden sie schneller erschlossen werden können. Wie die Politik über Förderstrategien und andere Politikinstrumente die Markterschließung im In- und Ausland unterstützen kann - von der Innovation, über die erste Markteinführung bis zur breiten Diffusion - bildet den Abschluss des Vortrags.

    top


       

    Ressourceneffizienz: Chancen und Hemmnisse der Umsetzung in KMU – Potenziale des Exports von Dienstleistungen. Erfahrungen der Effizienz-Agentur NRW

    Markus Schumacher
    Effizienz-Agentur NRW

    Die Effizienz-Agentur NRW (EFA) – gegründet auf Initiative des nordrhein-westfälischen Umweltministeriums – ist die erste Anlaufstelle für kleine und mittlere Unternehmen in NRW zum Produktionsintegrierten Umweltschutz (PIUS) und zum ressourceneffizienten Wirtschaften. Ziel ihrer Arbeit ist es, das Konzept des ökologisch orientierten Wirtschaftens in Unternehmen zu tragen.
    Mit ihrem gebündelten Fachwissen hat sie vielfältige Beratungsinstrumente für kleine und mittlere Unternehmen als Einstieg in das ressourceneffiziente Wirtschaften entwickelt.
    Internationaler Wissenstransfer
    Die Effizienz-Agentur NRW stößt mit ihren Konzepten und praxisnahen Instrumenten zur Ressourceneffizienz auf große internationale Resonanz und wirbt somit für das Fachwissen zur Umwelttechnik „made in NRW“.
    Im Rahmen der EXPO 2005 in Nagoya erhielt die EFA den GLOBAL 100 ECO-TECH-AWARD in der Kategorie „Beiträge zur Unterstützung des Nachhaltigen Wirtschaftens“. Mit dieser internationalen Auszeichnung wurden sowohl die Idee der nordrhein-westfälischen Landesregierung zum Konzept der EFA als auch die Erfolge der EFA in der Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen zum Nachhaltigen Wirtschaften gewürdigt.
    Mit Japan unterhält die Effizienz-Agentur NRW seit 2001 einen regen Austausch zum Produktionsintegrierten Umweltschutz. Einmal im Jahr finden Deutsch-Japanische-PIUS-Konferenzen abwechselnd in Deutschland und Japan statt.
    Die EFA ist geschätzter Fachpartner zur Ressourceneffizienz u.a. der ETAP und UNEP und steht im regen Austausch mit Partnern im europäischen Ausland, Südostasien und Südamerika.
    In vielen Ländern besteht großes Interesse sowohl an der Anlagentechnik aus Nordrhein-Westfalen als auch am Konzept der Effizienz-Agentur NRW und ihren Beratungsinstrumenten. Doch der internationale Wissenstransfer gestaltet sich oft schwierig. Eine Möglichkeit, die Vermittlung des Know-hows zu verbessern und eine stärkere Vernetzung zu gewährleisten, könnte die Einrichtung von „Effizienz-Agenturen“ oder ähnlicher Institutionen im Ausland sein.

    top


       

    10 Jahre Erfahrungen in der Markterschließung für Dienstleistungen in China auf dem Gebiet des Ressourcenmanagements (Wasser)

    Prof. Dr. Stefan Kaden
    WASY Gesellschaft für wasserwirtschaftliche Planung und Systemforschung mbH

    China ist mit extremen Problemen im Wasserressourcenmanagement konfrontiert, sowohl aus Sicht der Wassermenge als auch der Wassergüte. Wenn diese Probleme nicht gelöst werden, sind signifikante Auswirkungen auf die sozial-ökonomische Entwicklung vorprogrammiert.
    Defizite im Wasserressourcenmanagement bestehen oftmals in der gesamtheitlichen, nachhaltigen Vorgehensweise. Strategische Planungen sind eher die Ausnahme. Vor diesem Hintergrund hat sich die WASY GmbH seit etwa 10 Jahren bemüht, Dienstleistungen zu diesem Komplex zu vermarkten. Dabei reicht das Spektrum von extern geförderten Projekten, durch China finanziertes Consulting bis zum Softwarevertrieb.
    Im Beitrag werden Erfahrungen und Probleme für ein mittelständiges Unternehmen dargestellt.

    top


       

    Arbeitsgruppe 4

     

       

    Vorstellung des Förderprojektes „Fit für Auslandsmärkte - Go International“

    Thorsten Grzesik
    Außenwirtschaftszentrum Bayern

    Zur Steigerung der Internationalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen in Bayern unterstützt das Förderprojekt „Fit für Auslandsmärkte – Go International“ die Aufnahme oder die Neuorientierung von Geschäftsbeziehungen im internationalen Rahmen zur Erschließung neuer Märkte. Das Projekt soll exemplarisch an einem neuen Markt das Wissen für die Erschließung neuer Märkte vermitteln.
    Angeboten wir diese außenwirtschaftliche Förderung von den bayerischen Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern und dem Außenwirtschaftszentrum Bayern mit Unterstützung des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.
    Gefördert wird in einem zweistufigen Verfahren zunächst die Erarbeitung eines Internationalisierungsplanes für mittelständische bayerische Unternehmen durch erfahrene Coachs. Die Coachs sind ehemalige Unternehmer bzw. Manager im Vor-/Ruhestand, die eine langjährige Erfahrung im internationalen Geschäft aus der Unternehmenspraxis mitbringen und finanziell unabhängig sind.
    Anschließend erfolgt die förderfähige Umsetzung der einzelnen Maßnahmen. Dazu zählen z. B. die erstmalige Beteiligung an internationalen Messen und Ausstellungen, die Erstellung firmenspezifischer Publikationen, Beratung, Übersetzungen sowie Personalschulungsmaßnahmen.

    top


       

    Die Umweltcluster-Offensive als innovativer Ansatz der Exportunterstützung – das Beispiel UmweltCluster Bayern

    Dr. Manuela Wimmer
    Geschäftsführung
    Umweltcluster Bayern

    Der Umweltcluster Bayern ist vom bayerischen Wirtschaftsministerium als Instrument zur Wirtschaftsförderung initiiert / finanziert. Er wird von den bayerischen Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern getragen. Ziel ist, Unternehmen und die Region durch Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Gebiet der Umwelttechnologie voranzutreiben. Der Cluster bietet eine Plattform für den Austausch zwischen Herstellern, Planern, Ausführenden, Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Dienstleistern, Kapitalgebern, Behörden und Verbänden. Instrumente dazu sind neben Veranstaltungen Marketingaktivitäten und der Bereitstellung von Informationen die Initiierung und teilweise Förderung von innovativen Leuchtturmprojekten.

    top


       

    Arbeitsgruppe 5

     

       

    Ergebnisse einer Umfrage in der deutschen Wasserwirtschaft

    Dr. Gerd Paul
    Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI)

    Vor dem Hintergrund der wachsenden globalen Bedeutung der Ressource Wasser haben Dienstleistungen etwa in den Bereichen Wasseraufbereitung oder Abwasserbehandlung einen zentralen Stellenwert. Wie kann die Auslandsfähigkeit serviceorientierter deutscher Unternehmen der Wasserwirtschaft gestärkt werden, mit welchen Exporthemmnissen haben sie zu tun, was sind die Treiber ihres Auslandsengagements, welche Rolle spielen exportvorbereitende Organisationen? Diesen Fragen wurde in einer im Sommer 2006 durchgeführten breit angelegten Befragung bei Firmen der deutschen Wasserwirtschaft nachgegangen, deren Ergebnisse im Vortrag präsentiert werden. Die Befragung wurde gemeinsam vom Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP), dem Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI), dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und dem Bildungszentrum für die Entsorgungs- und Wasserwirtschaft (BEW) durchgeführt.

    top


       

    Die Rolle der IHK für die Anbahnung von Auslandsgeschäften kleiner und mittlerer Unternehmen

    Dr. Gerhard Eschenbaum
    Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Düsseldorf

    Ausgehend von der Struktur der deutsche Umwelttechnikbranche und internationalen Markttrends geht der Vortrag auf Probleme für den Export deutscher Umwelttechnik und die Aktivitäten der IHK zur Exportförderung ein.

    top


       

    Projektentwicklung solarthermischer Kraftwerke im Ausland – Erfahrungen aus der Unternehmenspraxis

    Dr. Henner Gladen
    Vorstandsmitglied der Solar Millennium AG

    Die Solar Millennium AG, Erlangen, ist ein global tätiger Konzern im Bereich erneuerbarer Energien mit dem Schwerpunkt auf solarthermischen Kraftwerken. Der Konzern hat sich auf Parabolrinnen-Kraftwerke spezialisiert, eine erprobte und zuverlässige Technologie, in der das Unternehmen weltweit eine Spitzenposition einnimmt. Dabei werden alle wichtigen Geschäftsfelder entlang der Wertschöpfungskette solarthermischer Kraftwerke von der Projektentwicklung über die Technologie, den schlüsselfertigen Bau der Anlagen bis hin zum Betrieb und Kraftwerksbesitz abgedeckt. Bei einem Parabolrinnen-Kraftwerk bündeln rinnenförmige Spiegel die einfallenden Sonnenstrahlen. Die hier erzeugte Hitze wird in eine Dampfturbine geleitet und zur Stromgewinnung genutzt. Dr. Henner Gladen wird in seinem Vortrag u.a. auf Erfahrungen im spanischen Markt eingehen. Hier hat das Unternehmen die ersten Parabolrinnen-Kraftwerke Europas entwickelt, von denen sich zwei Anlagen bereits im Bau befinden. Weitere Projekte mit einer Leistung von mehreren 100 MW sind weltweit mit Schwerpunkt in Spanien, USA, China und Nordafrika in Planung.

    top


       

    Internationalisierungsstrategien von Dienstleistungen

    Christof Backhaus
    Universität Münster, Institut für Handelsmanagement und Netzwerkmarketing (IFHM)

    Junior Prof. Dr. David Woisetschläger
    Universität Dortmund

    Nach einer Kurzübersicht über Inhalt, bisherige Forschungsergebnisse und Ausblick des BMBF-Projektes „Internationale Markenführung in Dienstleistungsnetzwerken“ (IMADI.net) geben die Referenten eine Einführung in die grundsätzlichen Formen, die sich zur Internationalisierung von Dienstleistungen anbieten, sowie deren empirische Evidenz. Im Anschluss soll der Fokus auf Internationalisierungspotenziale für produktbegleitende Dienstleistungen gelegt werden. Dabei werden erste Ergebnisse einer empirischen Erhebung unter international tätigen deutschen KMUs präsentiert und die Erfolgsfaktoren der Internationalisierung von Dienstleistern denen produzierender Unternehmen gegenübergestellt. Darauf basierend werden abschließend die speziellen Herausforderungen und Potenziale des Auslandsgeschäfts für international tätige Dienstleistungs-KMU vorgestellt und bewertet.

    top


       

    Wasser-Dienstleistungen in Osteuropa: Umweltmarkt der Zukunft dank EU?

    Dr.in Brigitte Biermann
    Interdisziplinäres Fernstudium Umweltwissenschaften
    FernUniversität in Hagen

    Welche Chancen haben deutsche Unternehmen der Wasserver- und –entsorgung in Osteuropa?
    Die Situation im Feld Wasser in Osteuropa verändert(e) sich mit dem EU-Beitritt osteuropäischer Länder grundlegend.
    Erstens führt(e) insbesondere die EU-Förderung des Wassersektors zu einer (Teil-) Erneuerung der Infrastruktur. Dieser Beitrag vertritt die These, dass die Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie und weiterer EU-Umweltstandards die entscheidende Rolle bei der Herstellung des neuen Umweltmarktes Wasser spielt.
    Zweitens ist das staatliche Handeln seit den 1990er Jahren einem Veränderungsprozess unterworfen, der die ehemals rein staatlich organisierte Wasserver- und –entsorgung stark betrifft. Dienstleistungen im Wassersektor in Osteuropa konfrontieren daher Herausforderungen durch Globalisierung und durch politischen Umbruch in den EU-Beitritts- und neuen -Mitgliedsländern.
    Beim Auf- und Ausbau umweltgerechter und effizienter Dienstleistungsstrukturen ist eine neue Wasser-Politik (im Sinne von Mehrebenen-Governance und Netzwerk-Politik zwischen Staat und Gesellschaft/Unternehmen) die Stellschraube. Zudem spielt das Bildungswesen eine wichtige Rolle, wenn Kooperationen zwischen West und Ost aufgebaut und Qualitätsstandards vereinheitlicht werden sollen.
    Der Beitrag beleuchtet, welche Aspekte von Governance und EU-Regulierung für Unternehmen aus Westeuropa bedeutsam sind, wenn sie in Osteuropa erfolgreich Fuß fassen (wollen).

    top


       

    Der chinesische Markt für deutsche KMUs im Umweltsektor

    Dr. Klaus Ritter
    Geschäftsführer
    EITEP - Euro Institute for Information and Technology Transfer in Environmental Protection GmbH

    Das rasante chinesische Wirtschaftswachstum der vergangenen Jahrzehnte ging stark zu Lasten der Umwelt. Auf Druck der eigenen Bevölkerung und des Auslands gibt die chinesische Regierung nunmehr dem Umweltschutz eine höhere Bedeutung. Deutsche Unternehmen aus dem Umweltsektor können von ihrer langjährigen Erfahrung bei einem Engagement in diesem Rahmen profitieren. Eine fundierte Marktvorbereitung bleibt jedoch unerlässlich. Im Rahmen des Vortrages werden anhand von Fallbeispielen Chancen und Risiken beim Markteinstieg dargestellt und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

    top


       

    Spezielle Dienstleistungen für die brasilianische Wasserwirtschaft

    Dr. Thomas A. G. Krätzig
    Geschäftsführer
    Dr. Krätzig Ingenieurgesellschaft mbH

    Die Dr. Krätzig Ingenieurgesellschaft mbH ist seit über 25 Jahren weltweit als Ingenieur- und Beratungsunternehmen im Umweltschutz, der Wasserver- und Abwasserentsorgung und dem effizienten Energieeinsatz in technischen Anlagen tätig. Ausgedehnte Trockenperioden führten in vergangenen Jahren in Brasilien zu erheblichen Beeinträchtigungen der öffentlichen Wasserversorgung, insbesondere der Versorgung einzelner urban - industrieller Ballungsräume, und zu einer Verknappung des Energieangebotes.

    Um eine nachhaltige Versorgung sicherzustellen und die Basis für das kontinuierliche Wirtschaftswachstum abzusichern, wird durch Maßnahmen auf politischer, rechtlich-administrativer und technischer Ebene die effizientere Verwendung der Ressource „Wasser“ angestrebt. Zu den technischen Maßnahmen gehören die Reduzierung der Verluste in der Wasseraufbereitung und Verteilung. Diese Verluste können höhere zweistellige Prozentsätze erreichen, ihre Verminderung ist heute ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensziele der großen Wasserversorger.

    Basierend auf operativer Erfahrung in der deutschen Wasserversorgung und innovativer technologischer Entwicklungen bieten sich in diesem Bereich neue Chancen für komplexe Dienstleistungsangebote deutscher Unternehmen.

    top


       

    Arbeitsgruppe 6

     

       

    Umweltdienstleistungen im GATS – handelsrechtlicher Rahmen und aktueller Verhandlungsstand in der WTO Doha-Runde

    Dr. Rudolf Adlung
    Senior Economist
    WTO Trade in Services Division, WTO Secretariat

    Deutlich weniger als die Hälfte der WTO Mitglieder sind bisher Zugangsverpflichtungen für Umweltdienste unter dem GATS eingegangen. Andere Dienstleistungen (Tourismus, Finanzen, Telekom, etc.) haben sich als wesentlich 'populärer' erwiesen.
    Mögliche Gründe für das zögerliche Verhalten im Umweltbereich, die im Vortrag diskutiert werden: (i) Geringes Marktpotential; (ii) Unklarheiten im GATS; (iii) Klassifizierungs-probleme; (v) Befürchtungen im Hinblick auf künftige staatliche Handlungsspielräume(?)
    Bei genauerer Betrachtung erweisen sich viele Bedenken allerdings als wenig stichhaltig. Dies gilt zumindest dann, wenn die institutionellen Voraussetzungen für eine marktmässige Erbringung vorhanden sind und keine grundlegenden Änderungen geplant werden.
    In den Angeboten für neue oder erweiterte Zugangsverpflichtungen, die in den laufenden Dienstleistungsverhandlungen bisher vorgelegt wurden, spielen Umweltdienste allerdings weiterhin eine eher bescheidene Rolle

    top


       

    Probleme und Konflikte im GATS-Prozess der Liberalisierung des Handels mit Umweltdienstleistungen

    Christina Deckwirth
    Universität Marburg

    Christina Deckwirth, Zu Beginn der Doha-Runde der WTO-Verhandlungen hatten viele Unternehmen auf eine weitreichende Liberalisierung des Dienstleistungssektors durch das GATS-Abkommen gehofft. Dabei waren Unternehmen aus dem Bereich der Umweltdienstleistungen eng in den GATS-Prozess eingebunden. Die zahlreichen Liberalisierungsforderungen der EU im Sektor der Umweltdienstleistungen verweisen auf große Exportinteressen in diesem Bereich. Gleichzeitig jedoch beschäftigen sich auch NGOs und andere soziale Akteure aus dem Umfeld der globalisierungskritischen Bewegung verstärkt mit dem GATS. Neben einer Kritik an der Intransparenz des Verfahrens sowie an einer einseitigen Ausrichtung des GATS auf die Stärkung des Wettbewerbs, fokussierte sich die Kritik vor allem darauf, dass der GATS-Prozess über die Liberalisierung auch Privatisierungsprozesse verstärken würde. Die Sorge um einen „Ausverkauf“ insbesondere der Wasserversorgung als einem Kernbereich der Umweltdienstleistungen wurde zu einem zentralen Bezugspunkt für soziale Bewegungen. Das GATS entwickelte sich somit zu einem Politikum, das verstärkt öffentlich diskutiert und dabei vor allem kritisiert wurde. Die Verzögerungen und der momentane Stillstand der GATS-Verhandlung sind so – neben weiteren Konflikte innerhalb des Verhandlungsprozesses – auch auf soziale Proteste zurückzuführen und stehen in einem engen Zusammenhang mit vielfach negativen Erfahrungen mit Privatisierungsprozessen. Dieser Beitrag beleutet die Kritik und Argumente sozialer Bewegungen und NGOs am GATS-Prozess und zeichnet die Auswirkungen einer internationalen „GATS-Kampagne“ nach.

    top

       

    GATS vor der eigenen Haustür – Was bedeutet der Liberalisierungsprozess für kommunale Umwelt-Dienstleister?

    Dr. Hans Estermann
    Allianz der öffentlichen Wasserwirtschaft e.V.

    Die deutsche Wasserwirtschaft ist relativ kleinteilig organisiert. Sie ist aufgrund der leitungsgebundenen Infrastruktur sehr stark standortgebunden. Die öffentliche Wasserwirtschaft unterliegt darüber hinaus dem Örtlichkeitsprinzip.

    Mit einem jährlichen Investitionsvolumen von ca. 8 Mrd. EURO, das im wesentlichen von privaten Unternehmen im Auftrag der Wasserwirtschaft umgesetzt wird, ist sie allerdings ein wichtiger Marktteilnehmer. Sie ist damit ein Technologieträger in allen Fragen der Siedlungswasserwirtschaft, des Gewässer-, Hochwasser- und Bodenschutzes, und des Betriebs der Wasserinfrastruktur.

    Die in Deutschland eingesetzte Technologie wird von den Auftragnehmern der Wasserwirtschaft exportiert. Dazu unterstützt die öffentlichen Unternehmen eine Reihe von politischen Initiativen und Kompetenzzentren und –netzwerken

    top


       

    Wer gewinnt? Ökonomische und soziale Wirkungen des internationalen Handels mit Umweltdienstleistungen.

    Dr. Markus Scheuer
    Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung (RWI)

    Anders als bei anderen Gütern und Dienstleistungen beginnen bei Umweltdienstleistungen die Schwierigkeiten schon bei ihrer Abgrenzung. Auch innerhalb der WTO gibt es keine allgemein akzeptierte Definition von Umweltdienstleistungen.
    Die VGR liefert lediglich Informationen über die Entsorgung von Abfällen u.ä..
    Die Bruttowertschöpfung zu jeweiligen Preisen stagniert seit 1994 auf einem Niveau zwischen 12 und 13 Mrd. € (Anteil an der Bruttowertschöpfung insgesamt: unter 1 %, 140 000 Erwerbstätige bzw. 0,4 % der Gesamtbeschäftigung).
    Dienstleistungshandel ist derzeit vor allem Handel unter den entwickelten Industrieländern selbst, für Deutschland sogar in erster Linie Handel mit den europäischen Nachbarn. Nach der OECD hat der Weltmarkt für Umweltschutzdienst-leistungen ein Volumen von 378 Mrd. $. Gemessen an diesen Angaben ist der internationale Handel mit Umweltdiensten bescheiden. Den Export von Umweltgütern und -dienstleistungen schätzt die OECD zwar auf 80 Mrd. $, wobei es sich im Wesentlichen um Güter handeln dürfte. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass der Großteil des Außenhandels mit Umweltdienstleistungen allgemein, aber insbesondere
    auch von Entsorgungsdienstleistungen durch Geschäftstätigkeit vor Ort erfolgt. Auch hierzu sind die Angaben spärlich. Nach der deutschen Direktinvestitionsstatistik betrug der Auslandsumsatz deutscher Unternehmen im Bereich Abfall/Abwasser 2004 umgerechnet rund 300 Mill. $. Der deutsche Außenhandel mit Entsorgungsleistungen selbst ist gering. Die Exporterlöse stiegen zwischen 2001 und 2005 von 66 auf 98 Mill. €, während die Ausgaben von 255 auf 94 Mill. € fielen. Der Export ökologischer Dienstleistungen aus Deutschland in Länder der sogenannten „Dritten Welt“ bedeutet derzeit fast ausschließlich das Tätigwerden beratender Ingenieure im Rahmen der Entwicklungshilfe. Der Schutz der Umwelt und die Beseitigung von eingetretenen Umweltschäden sind weltweit unumstrittene Ziele der Politik (Präambel des WTO-Vertrages). Bei den Umweltdienstleistungen verfügen die Industrieländer über einen beträchtlichen Wettbewerbsvorsprung. Daher könnten nach Auffassung der OECD die Entwicklungsländer durch Öffnung ihrer Märkte erhebliche Fortschritte beim Umweltschutz erzielen. Zu den potentiellen Handelsbarrieren bei Umweltdienstleistungen gehören derzeit insbesondere Beschränkungen hinsichtlich der Niederlassung ausländischer Unternehmen im eigenen Wirtschaftsgebiet. Ob und in welchem Umfang Umweltdienstleistungen überhaupt den Regeln des GATS unterworfen werden, ist nach den Grundprinzipien der Welthandelsorganisation letztlich Sache jedes einzelnen WTO-Mitglieds. In der laufenden GATS-Runde geht es darum, vorliegende Zugeständnisse zu erweitern. Alles in allem lässt sich das GATS als ein Ansatz charakterisieren, der eine Handelsliberalisierung in erster Linie ausgehend von "Positivlisten‘‘ (Liberalisierungszusagen) anstrebt, im Gegensatz zum Warenhandel, wo „Negativlisten‘ (Verbot von Handelshemmnissen) das Vorgehen bestimmten.

    top


       

    Nachhaltigkeitseffekte des Handels mit Umweltdienstleistungen – die Perspektive der Entwicklungsländer

    Elisabeth Tuerk
    Economic Affairs Officer
    UNCTAD, DITC, Trade Negotiations and Commercial Diplomacy Branch

    Unter Berücksichtigung der Möglichkeiten, die die Liberalisierung von Umweltdienstleistungen mit sich bringen kann (wie z.B. Qualitätsverbesserungen sowie Verfügbarkeit und Zugang zu Umweltdienstleistungen), sollen hier die möglichen Schwierigkeiten und Herausforderungen aufgezeigt werden, die bei der Umsetzung dieser Möglichkeiten - vor allem in Entwicklungsländern - auftreten können. Eine herausragende Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang gesetzgeberischen Massnahmen zu, die die Liberalisierung begleiten: ökonomische und soziale Realitäten erfordern das regulierende Eingreifen auf staatlicher, regionaler, aber auch lokaler Ebene. Um vom wachsenden internationalen Handel im Bereich Umweltdienstleistungen profitieren und selbst auf der Angebotsseite stehen zu können, erstreben Entwicklungsländer den Aufbau heimischer Industrien. Flexibilität beim Umsetzen internationaler Verpflichtungen (z.B. GATS-Verpflichtungen) sind eine zentrale Vorraussetzung, um die relevanten Gestaltungsmöglichkeit (z.B. hoheitlicher Entscheidungsträger) zu erhalten.

    top


       

    Plenum 2

     

       

    Berichte von Unternehmen: „Success (?) stories“ – Hemmnisse und Erfolgsfaktoren aus der Sicht von exportaktiven Umwelt-Dienstleistern

    Dirk Hermsmeyer
    Sales Manager, Consultant
    ALLSAT-Gruppe

    Die aus drei Unternehmen bestehende ALLSAT-Gruppe (ALLSAT GmbH, Allsat GmbH network+services, Allsat water consult GmbH) ist sowohl in Deutschland als auch im Ausland aktiv. Aktuell und in der Vergangenheit wurden und werden Projekte für Kunden u.a. in den Niederlanden, Norwegen, Saudi-Arabien, Jemen, Oman, der Türkei und China abgewickelt. Die Projektbearbeitung erfolgt teilweise von Hannover aus, teilweise im Ausland.
    Das Auslandsengagement der Unternehmensgruppe beruht auf zahlreichen Motiven. Diese reichen von persönlichen Kontakten der Geschäftsführer bereits vor der Unternehmensgründung über den Investitionsstau insbesondere bei öffentlichen Auftraggebern im Inland in den vergangenen Jahren bis zur Lust des ALLSAT-Teams auf ungewöhnliche Erfahrungen und Herausforderungen. Bei Akquisition und Abwicklung von Auslandsprojekten zeichnen sich dabei immer wieder folgende Erfolgsfaktoren ab: geduldige Netzwerkarbeit, gute persönliche Kontakte und ein langer Atem.
    Öffentliche Förder- und Unterstützungsmaßnahmen für den Export von Dienstleistungen sind teilweise effektiv, für KMU häufig aber auch teuer. Eine zumindest teilweise erfolgsabhängige Entlohnung z.B. von Leistungen der Außenhandelkammern ist aus KMU-Sicht erwägenswert.

    top


       

    Berichte von Unternehmen: „Success (?) stories“ – Hemmnisse und Erfolgsfaktoren aus der Sicht von exportaktiven Umwelt-Dienstleistern

    Dr.-Ing. Horst Kreuter
    Geschäftsführender Gesellschafter
    Geothermal Engineering GmbH (GeoT) - Tiefe Geothermie

    Die GeoT bietet Beratung und Planung im Bereich tiefe Geothermie an. Die tiefe Geothermie in Deutschland nutzt heiße Thermalwasservorkommen bis etwa 200°C. Forschungsprojekte in Deutschland entwickeln Verfahren zur Stimulation, um Förderraten zu verbessern bzw. undurchlässige Gesteine durchlässig zu machen. Die in Deutschland entwickelten Verfahren und die hier gemachten Erfahrungen lassen sich auch sehr gut im Ausland einsetzen. Der Zeitpunkt für den Eintritt in den Exportmarkt ist ideal, da die Geothermie weltweit vor einem Boom steht.
    Doch die Auslandsmärkte sind von Anbietern besetzt, die das Know-How in der Hochtemperatur-Geothermie mitbringen, das uns fehlt. Ein Rat für Firmen in der Geothermie, die im Ausland aktiv werden wollen, ist, sich Partner im In- und Ausland zu suchen. Für die kleinen Beratungsfirmen in Deutschland ist es sonst unmöglich sich im Ausland dauerhaft zu etablieren.

    top


       

    Berichte von Unternehmen: „Success (?) stories“ – Hemmnisse und Erfolgsfaktoren aus der Sicht von exportaktiven Umwelt-Dienstleistern

    Michael Rosemeyer
    Geschäftsführer
    InterTraining Institut für Training & Consulting International GmbH

    Der Vortrag schildert zunächst die persönlichen und inhaltlichen Grundlagen des Engagements von InterTraining in China und greift die aktuelle Unternehmenssituation im Land auf. Im Zuge der Betrachtung der Rahmenbedingungen des Geschäfts mit Dienstleistungen in China werden sodann die Faktoren persönliches Netzwerk, zuverlässige und qualifizierte Mitarbeiter, Bürokratie und chinesische Wettbewerber thematisiert. Des weiteren werden mit Blick auf das zukünftige Chinageschäft von InterTraining die Strategien der intensiven weiteren Marktdurchdringung sowie der regionalen Ausweitung hervorgehoben. Der Vortrag schließt mit dem Hinweis an die Politik, unfairen Wettbewerb durch subventionierte staatliche und halbstaatliche Organisationen (z.B. GTZ, AHKs) zu beenden. Das wäre die beste Unterstützung für den Export von Dienstleistungen.

    top